Hailaiz

15. Februar 2011

Okay, das müsste natürlich Highlights heißen, aber Hailaiz ist kürzer und schreibt sich leichter. Und überhaupt, wir könnten so viel Zeit sparen, wenn wir die Rechtschreibung vereinfachen würden. Nein. Darüber will ich jetzt nicht schwadronieren. Weder über Zeit und Geld und Sparen noch über Recht- und Linkschreibung (die noch erfunden werden wird. Irgendwann).

Heute will ich tun, was im Hochglanzheft stand, dass ich bei meiner Hof-Friseuse gelesen habe. Über das Glücklichsein im Alltag, um dem phösen Stress ein Schnippchen zu schlagen. Zehn Tipps. Einer davon hat, wen wunderts, mit Dankbarkeit zu tun. Sich jeden Abend an die Hailaiz des Tages erinnern, solle mensch, und für all die guten Dinge dankbar sein.

Tu ich jetzt. Und für die von gestern auch gleich. Weil … eigentlich hat ein Hailait von heute schon gestern Abend angefangen. Weil ich an der Kasse warten musste. Das hier:

Gestern nämlich, im genossenschaftlichen Großverteiler mit den vier orangen Kleinbuchstaben, wartete ich – wie gesagt  – an der Kasse, ließ meine Augen herumspazieren und entdeckte auf dem rot getitelten Boulevardblättchen oben rechts ein Bild meines Lieblingsrockmusikers … Zusammen mit Sina. Muss ich googlen, zuhause, notierte ich im Geist. Tat ich auch, eine Stunde später, und fand obiges Video. Keine Ahnung, wie oft ich es heute schon auf meinem iPhone gehört habe … 🙂

„… müesst gränne vor Glück …“ Gopf, wie romantisch ich drauf komme, wenn das Stück läuft!

Draußen vor der Tür – noch immer auf dem Heimweg, noch immer bei besagtem Großverteiler – erwartet mich mein Stahlesel. Verdutzt betrachte ich die Frau, die ihre Einkäufe in meinen Fahrradkorb gestellt hat und nach ihrem Fahrradschlüssel kramt. Versteckte Kamera?

Öhm, sorry, darf ich bitte mein Rad wieder haben?, sage ich lächelnd. Nun ist sie verdutzt und stammelt im schönsten Walliser Deutsch – was mich natürlich an Sina erinnert und daran, dass ich zuhause Sina und Büne googlen muss – dass sie das falsche Rad angepeilt habe. Weil … sie habe sich heute dasjenige ihrer Nachbarin ausgeliehen. Kenne es nicht gut. Es sei eben auch silbrig wie meins. Sie schaut sich um und deutet auf einen schnittigen Bergler. Ob ich tauschen soll? Na ja, einen Korb kannst du auf dem Mounty nur schwer montieren …, denke ich. Da bleib ich doch lieber meinem Göpel treu. Lachend wünschen wir uns einen guten Abend. Ich grinse noch, als ich Minuten später mein Treppenhaus hochsteige.

Heute Morgen. Auf dem Weg zur Arbeit. Effingerstraße stadteinwärts. Rechterhand alte Stadthäuser. Im ersten Stock treten im gleichen Augenblick – in schönster Spontanchoreographie, die nur das gelebte Leben schreiben kann – eine ältere Frau und ein älterer Mann auf ihre Balkons und schauen auf die Straße herunter. Die Frau sieht sich um und entdeckt ihren Nachbarn. In harmonischer Symmetrie winken sie sich einen Guten-Morgen-Gruß zu. Wie jeden Tag?

Am frühen Mittag bei C., meiner Hof-Friseuse. Ich atme ihr Glück ein während ich sie zur Begrüßung küsse.
Frisch verliebt?
Jaaaa … und wie! (Stammleserinnen erinnern sich.)
Ich freue mich so für dich! Noch ein Hailait! Ein weiteres ist ihre Haarwäsche. Und der Austausch mit ihr. Tolle C.!
Ich werde dich vermissen, sagt sie.
Ich dich auch. Und das meine ich so. Ich werde mir dich nicht mehr leisten können, wenn ich nicht mehr hier wohne, sage ich theatralisch.
Aber wir sehen uns trotzdem ab und zu!?
Und wir schreiben uns, gäll!?
Bestimmt!

Gopf, so viele liebe Menschen kenne ich hier. So viele Erlebnisse, Erfahrungen, Erinnerungen habe ich hier gemacht. Nein, es wird mir nicht leicht fallen, von hier wegzuziehen. Dankbarkeit erfüllt mich, während ich am Abend, nach einer Marathonsitzung, endlich nach Hause radle, die Wohnung betrete, Badwasser einlaufen lasse und dabei in Gedanken diesen Artikel hier kreiere.

Später dankbar all die tollen und ermutigenden Kommentare lesen, die meine BlogbesucherInnen hier hinterlassen. Faule Bloggerin ich, die nicht mal Kommentare beantwortet! Lesen tu ich alle. Immer. Dankbar.


Trybguet

30. August 2010

für j. – zwar nicht vom letzten samstagabend, die aufnahme, aber so ähnlich hats getönt …
… und doch gaaanz anders, weil uns ja das symphonieorkester begleitet hat …

trybguet

die nacht überchunnt scho wieder
roseroti ränder
franset uus & fädlet die nächschti wuchen y
mir hei nid pennet, aber si wäg däm no lang
nid wach
& zyt geit tic-tac-tic-tac viel z schnäu
verby, we mir zäme si

i bi wie nes trybguet trybe, hals über chopf i
dr schtrömig
wyt äwäg vom ufer & vor auem wyt äwäg vo dir
ewigi ebbe & fluet,
im schturm isch
jede hafe guet

aber dyne isch dä, won i scho ha vermisst, won
no nüt vo dir ha gwüsst

du chasch cho & du chasch gah
du chasch aues vo mir ha
du chasch di uf mi verla
i bi immer für di da – ei tag länger
aus für immer
schryss mi über ds näscht ab
füehr mi hinger ds liecht
mir isch jedes mittu rächt
mach mi figefertig & sug mi uus
i leischte dir ke widerschtand
i la mir aus vo dir la gfaue
schteue nume ei bedingig im voruus
la dä mäntigmorge nid zu üs i ds huus!

du chasch cho & du chasch gah
du chasch aues vo mir ha
du chasch di uf mi verla
i bi immer für di da – ei tag länger
aus für immer

i liebe se meh aus mi – ei tag länger
aus für immer!


gefunden I

5. August 2010

Auf der Suche nach mehr Infos zu diesem Konzert hier, das ich mit ein paar lieben Leuten hören und sehen will  …

(Hier klicken zum OrignialPDF des Berner Symphonieorchesters
> dort  S. 23 anscrollen)

… bin ich über diesen Video hier gestolpert. Ein Sommer ohne die Ochsen wäre hart, doch ein Frühling ohne W. Nuss aus Bümpliz undenkbar … auch wenn sie hier nur in der Refrain-Melodie anwesend ist. Hörenswert!


take a break

4. Juni 2010

Ich hör mir grad die Musik von data Velitha an. Ein bisschen stolz bin ich schon, ich gestehe es. Die beiden haben sich gemausert … Seit Jahren bin ich mit der weiblichen Hälfte des Duos befreundet. So habe ich auch ihre musikalisch Entwicklung mitverfolgt …
Und was ich da höre, gefällt mir sehr. Auch das Verkaufskonzept. Runterladen erlaubt. Spenden auch.

Reinhören könnt ihr hier und hier (draufklicken):


ohne Worte

28. Mai 2010

Pink Glove Dance

3. Mai 2010

Bitte schaut euch diesen Film an und leitet ihn an alle Frauen (und Männer) weiter, die ihr kennt!

Hier tanzt das ganze Personal eines Krankenhauses gegen Brustkrebs.

Wenn es gelingt, diesen Film eine Million Mal laufen zu lassen, erhält das Spital von der Firma mit den rosa Handschuhen eine grosse Spende zur Behandlung von Brustkrebs.

Also … „forward it“ an alle, die ihr kennt!


impossible or it’s possible?

16. März 2010

Mein aktueller Lieblingssong …

Lyrics

Habe heute wie krank im Büro geackert. Drum nun mit Fieber im Bett? Surfen als Therapie 🙂

Mehr Songs von den Lauten Schweden …