Von Reichlin und den Sternen

14. März 2011

Der Assistent der Sterne. Von Linus Reichlin. Genau! Darüber hatte ich gestern bloggen wollen. Gestern Morgen, gleich nach dem Aufstehen. Doch später war die Idee weg. Einfach so. Verschwunden waren Aufhänger und Einstieg ins Thema. Und mit ihnen auch der Grund, warum ich über dieses Buch hatte schreiben wollen. Über dieses Buch, das mich – wie schon lange keins mehr – gepackt hatte. Ein Krimi, den ich gar in der Nähe meiner Lieblingskrimischreiberlinge Jo Nesbø und Fred Vargas anzusiedeln wage. Die Figuren sind wie bei diesen beiden eigenständig, eigenwillig und überraschen immer wieder mit der Tatsache, dass sie nicht den gängigen Klischees entsprechen. Die Geschichte bleibt unvorhersehbar bis zur letzten Seite und am Schluss weißt du nicht, wer nun eigentlich der Bösewicht ist. Oder sind es gar alle wie im richtigen Leben? Auch gibt es bei Reichlin keine dieser immer irgendwie unglaubwürdigen Wendungen zum Guten. Die Rettung von außen. Deus Ex Machina. Was geschieht, geschieht, weil es folgerichtig ist. Und doch unerwartet. Und trotz der Dramatik unspektakulär. Verrückte Kontraste bis ins Detail. Dazu eine schlichte, komplexe Sprache, die mich anspricht.

Okay, das alles war es aber nicht, was ich gestern hatte schreiben wollen. Da war nämlich noch ein Fetzen Traum drin gewesen und darüber hatte ich schreiben wollen. Ich hatte die Geschichte nach dem Ende des Buches weitergeträumt. Leider kommen verblasste Träume selten zurück. Ihre silbernen Haare lassen sich nicht festhalten. Träume fliehen, wenn du ihnen zu nahe kommst. Auch Ideen haben es an sich, ätherischem Öl gleich, zu verduften. Wenn du sie nicht aufschreibst zumindest. Manchmal selbst dann.

In Worte fassen lassen sich nicht alle gern, weder Ideen noch Menschen. Geschichten schon gar nicht. Nur wenn du Glück hast und sie es zulassen.

Jetzt gehe ich besser ins Bett. Mein Tag war lang und streng und ich bin müde. Ich weiß kaum mehr, wo oben und unten ist und ob Buchstaben nicht einfach eine andere Form von Wassermolekülen sind – die vierte Form, neben Wasser, Eis und Dampf sozusagen – und Geschichten demzufolge nichts anderes als Getränke. Sie können uns benommen machen oder nähren, aber sie können uns auch beruhigen oder auf- und anregen.

Ach, und noch was, Reichlin lesen ist eine gute Idee. Fast so gut wie Trinken und Träumen.


sozusagen …

17. Januar 2011

… grundlos vergnügt

Ich freu‘ mich, dass am Himmel Wolken ziehen
Und dass es regnet, hagelt oder schneit.
Ich freu‘ mich auch zur grünen Jahreszeit,
Wenn Heckenrosen und Holunder blühen.
Dass Amseln flöten, und dass Immen summen,
Dass Mücken stechen und dass Brummer brummen,
Dass rote Luftballons ins Blaue steigen,
Dass Spatzen schwatzen und dass Fische schweigen.

Ich freu‘ mich, dass der Mond am Himmel steht
Und dass die Sonne täglich neu aufgeht.
Dass Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter,
Gefällt mir wohl. Da steckt ein Sinn dahinter,
Wenn auch die Neunmalklugen ihn nicht sehen.
Man kann nicht alles mit dem Kopf verstehen.
Ich freue mich. Das ist des Lebens Sinn.
Ich freue mich vor allem, dass ich bin.

In mit ist alles aufgeräumt und heiter:
Die Diele blitzt, das Feuer ist geschürt.
An solchen Tagen klettert man die Leiter,
die von der Erde in den Himmel führt.
Da kann der Mensch, wie es ihm vorgeschrieben,
– weil er sich selber liebt, den Nächsten lieben.
Ich freue mich, dass ich mich an das Schöne
Und an das Gute niemals ganz gewöhne.
Dass alles so erstaunlich bleibt und neu!
Ich freu‘ mich, dass ich … dass ich mich freu‘!

Mascha Kalèko
*1907 in Galizien + 1975 in Zürich


Von Tageszielen und warum ich Gamuppel mag …

14. Januar 2011

Während mein Drucker auf Hochtouren arbeitet, um meine Blogeinträge des letzten halben Jahres in Buchform auszudrucken, und während sowohl Viren- als auch Systemscanner die Festplatten nach Schwachstellen absuchen, fällt mir ein, dass ich heute ja bloggen wollte.

Ob ich wohl den Backofen schon mal einschalten soll? Besser nicht, ich würde ihn bestimmt vergessen. Zumal ich soeben entschieden habe, erst Blog zu schreiben und hinterher Brot zu backen. Eigentlich besteht ein Tag ja aus nichts anderem als Entscheidungen. Wir priorisieren laufend, legen Reihenfolgen fest und bauen alles laufend um.

Eins meiner Tagesziele ist, euch endlich Gamuppel vorzustellen. Ein Buch für große und kleine Menschen. Doch um die Muße für Dinge zu haben, die mir sehr am Herzen liegen – sei es nun im Büro oder zuhause – muss ich mir immer zuerst den Rücken freischaufeln. Und dies bedeutete heute eben, meine ToDo-Liste mit zig Kleinigkeiten abzutragen.

Neue Scheibenwischer montieren, steht auf dem Notizzettel. Abgehakt.
Die restliche leeren Umzugkisten aus dem Auto holen. Abgehakt.
Wäsche falten und wegräumen. Abgehakt.
Diese und jene Mail schreiben. Abgehakt.
Backups machen, endlich mal wieder. Abgehakt.
Recherchieren für den nächsten zu schreibenden Artikel? Nö, mach ich in einer Woche. Zeit genug.
Brot backen?  – ich hoffe, der Teig ist in der Zwischenzeit noch nicht bis zur Decke gewachsen. Nein, definitiv noch nicht abgehakt.
Einkaufen? Kommt noch …

Von Vorfreude auf heute Abend, wenn mein Liebster kommt und von Vorfreude auf das Fest morgen steht nichts auf dem Zettel. Ist auch nicht nötig. Was ich tun will, tu ich sowieso, brauche ich also nicht aufzuschreiben. Auch von Gamuppel steht nichts drauf.

Gamuppel – das Buch, das meine Freundin Ulrike Gau geschrieben hat, lässt sich nicht so einfach einem Genre zuordnen. Ist es nun eher für Kinder oder doch eher für Erwachsene? Ist es nun eher ein Märchen oder ist es mehr Phantasy? Ist es gar ein Buch der Weisheiten oder einfach eine weise erzählte Geschichte?

Mir egal. Und Gamuppel bestimmt auch. Das ist ein kleine Kerl, der gemütlich auf seinem Planeten lebt. Alles gut und schön, wenn das Leben dort nicht zwei kleine Nachteile hätte. Erstens, dass Gamuppel alleine ist und es auf dem Schwarz-Weiß-Planeten keine Farben hat. Das heißt, so ganz alleine ist er ja nicht wirklich, denn da ist seine Freundin, Schlange Sssa und sie weiß ein bisschen mehr vom Leben als Gamuppel.

Dank ihr macht dieser sich eines Tages auf eine weite Reise auf, die ihn von Planet zu Planet reisen lässt. Unterwegs erfährt er von dessen Bewohnerinnen und Bewohnern, dass auf der Erde seine Hilfe gebraucht wird. Obwohl er mit Angst zu kämpfen hat, wagt er es, die große Aufgabe, die – wie sich herausstellt – kein anderer als er lösen kann, anzupacken. Nicht allein. Er findet Freunde und Freundinnen unter den Elfen, Drachen und Wichteln, Zwergen und Feen, die er unterwegs kennenlernt. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, die Erde zu befreien.

Liebevoll, witzig, kindergerecht und dennoch auch für Erwachsene nicht zu kindlich erzählt, überrascht mich die Geschichte mit immer wieder neuen Wenden, die nicht einfach ein Abklatsch von ähnlichen Geschichten ist, sondern immer wieder ganz eigenständig und originell daher kommt.

Lesen!

Und jetzt back ich Brot …


Du dachtest, du hättest vergessen

4. Dezember 2010

Die Autorin Leena Lehtolainen kannte ich bisher nur als Autorin der finnischen Krimis um die Kommissarin Maria Kallio. Darum hatte ich mir dieses Buch hier, „Du dachtest, du hättest vergessen“, wohl auch im Brockenhaus oder im Antiquariat geschnappt. Doch woher ich es habe, ist eigentlich egal. Es stand jedenfalls schon eine ganz Weile in meinem Bücherregal. Gestern, als ich ein bisschen aufräumte, fiel es mir in die Hand. Der Titel rührte mich, lebe ich doch zuweilen auch in der Illusion, dass Vergangenes vergangen ist und keine Schatten mehr in die Gegenwart werfen sollte.

Katja, die knapp dreißigjährige Hauptprotagonistin erzählt, wie sie nach der Beerdigung ihrer Großmutter auf einmal anfängt, zu hinterfragen, wie es denn damals wirklich war. All das Vergessengeglaubte. Vor ungefähr fünfundzwanzig Jahren hatte ihr Onkel Rane seinen Vater im Suff erschlagen. Im Suff alle beide und über Vaters Tod war niemand sehr traurig gewesen. Im Gefängnis hatte Rane sich kurz darauf selbst umgebracht, was als Schuldeingeständnis galt. Zeugen gab es keine. Was war wirklich geschehen, damals, in jener Nacht?

Katja, ihr wenige Jahre jüngerer Bruder Kaitsu, Veikko, ihr Onkel, Sara, ihre Tante und Sirkka, ihre Mutter, erzählen abwechselnd, in Ich-Form, aus ihrem Alltag. Will heißen, als Leserin höre ich ihren Gedanken zu und erhalte so Einblick in ihr Leben und in ihre Gefühlswelt.

Katja, die es kaum schafft, ihren Platz in der Welt zu finden, noch immer an der Magisterarbeit als Musikwissenschaftlerin sitzt und Gesangsstunden nimmt, während Gleichaltrige bereits doktoriert haben, ertränkt und betäubt ihre Leere und ihre Beziehungsunfähigkeit mit Alkohol, Tabletten und Fressattacken. Ihr Bruder Kaitsu, dessen Internetfirma Konkurs gemacht hatte, bringt sich nun als Taxifahrer durch und ist vorübergehend wieder bei Sirkka untergekommen. Mit seiner Tablettensucht und einer latent aggressiven Intoleranz und seinem Zynismus wirkt er sehr unzufrieden. Auch er lässt, obwohl er offensichtlich sehr attraktiv ist, niemanden wirklich an sich heran. Der Vater der beiden ist kurz nach Kaitsus Geburt verschwunden. Was er im Leben wirklich will, weiß er selbst nicht. Dass seine Schwester und seine Tante Sara neuerdings wieder in den alten Geschichten wühlen, beunruhigt ihn trotz der Distanz zwischen ihm und den anderen.

Sara, die Femme fatale der Familie, als die sie sich gerne sieht und inszeniert, ist im Grunde eine suchende, tiefst unglückliche Frau, die sich nicht nur als Dramaqueen gibt, sondern auch als stets Hilfsbereite und Aufopferungsbereite. Im Grunde dreht sie sich jedoch nur um sich selbst. Die Beziehung zu ihren Geschwistern könnte kaum ambivalenter sein. Ihre Schwester Sirkka ist die nach außen hin Stabilste. Ihr wird nachgesagt, sie sei gefühlskalt. Vielleicht hat sie es einfach nur am besten geschafft, ihre Gefühle so zu handhaben, dass sie nicht mehr grübeln und nachdenken muss. Sie lenkt sich mit den Geschichten anderer ab und büßt die Verfehlungen ihres Lebens – zum Beispiel ihre Überforderung als junge Mutter – indem sie sich für ihren Sohn aufopfert. Als jedoch Sara eines Tages mit der Theorie kommt, sie beide und Katja seien vom Vater sexuell missbraucht worden, wird es Sirkka zu viel und sie distanziert sich von ihrer Schwester. Veikko, der mittlere Bruder, verschanzt sich gerne hinter seiner Intellektualität und Abgeklärtheit und seinem Zynismus. Als erfolgreicher Autor wirkt er unnahbar und kühl. Erst allmählich sehe ich als Lauscherin hinter seine Fassade.

Seltsamerweise sind die Antiheldinnen und -helden, die Lehtolainen hier zeichnet, am Anfang beinahe unsympathisch. Und alle irgendwie krank. Psychos. Leer und hoffnungslos. Ich schaue ihnen eine ganze Weile zu, bis ich anfange, mich in ihnen wiederzuerkennen. Meine eigenen Schräglagen spiegeln sich in ihren.

Ein Geschichte ist dann gut erzählt, las ich mal, wenn wir beim Lesen vergessen, auf die Worte und die Sprache zu achten. In der letzten Zeit hatte ich grad ein paar Bücher, ausgeliehene, die ich genau aus diesem Grund nicht  fertig lesen konnte. Die Sprache hielt mich auf, obwohl mich der Plot interessiert hätte.

Hier nun ist es genau umgekehrt, denn eigentlich geschieht hier nicht viel. Alltägliches nur. Hier mal ein Absturz, ein Vollrausch bei Katja, weil sie vor der ersten Vorlesung, die sie halten sollte, so nervös war, dort eine Eskalation zwischen Sara und Sirkka. Dann Kaitsu, der von einem Fahrgast verprügelt wird und Veikko, der einen kleinen Hund kauft. Alltägliches geschieht. Die Sprache, der Erzählstil ist in den Hintergrund gefallen. Als Zuschauende, als Lauschende, gehen wir einfach Schritt für Schritt weiter und Schicht um Schicht tiefer. Ein umfassender Kennenlernen geschieht, ein besseres Verstehen der Zusammenhänge und Beziehungen.

Eindringlich. Beklemmend. Keine leichte Kost jedenfalls.


Am Brunnen der Gerechtigkeit

29. November 2010

Dario:

„Wenn ich mich bloß erinnern könnte, was ich wollte. Ich sehne mich nach meiner Wohnung. Mein Kopf dröhnt. Alles ist weit weg. Die Weihnachtsbeleuchtung blendet. Ein Sankt-Niklaus steht vor dem Loeb und verteilt Mandarinen. Überall Lärm. Die Heilsarmee hat ihren großen Topf aufgestellt und singt schrecklich falsche Lieder. Wie Irrlichter wandern die Töne als schrille Farben durch meine Adern und stoßen meine Augenlider von innen an. Ich zwinkere, reibe die Augen. Sie brennen. Ich setze mich auf eine feuchte Bank, die jemand vom Schnee befreit hat.

Eine Liste. Habe ich nicht etwas aufgeschrieben? Ich muss wissen, warum ich hier bin, vorher gehe ich nicht nach Hause.

Ich stecke mir erneut eine Zigarette an und finde in meiner rechten Hosentasche einen zerknitterten Ausriss aus der Zeitung. Ich streiche den Fetzen glatt. Jetzt weiß ich es wieder! Ich wollte mir eine neue CD kaufen. Jetzt, wo ich die Richtung kenne, tragen mich die Füße von alleine. Weil ich die samstags dicht bevölkerte Marktgasse meiden will, überquere ich den Waisenhausplatz und nehme die Zeughausgasse. Ich überquere den Kornhausplatz und tauche ich die Gassen der Altstadt ein. Schottersteine unter Schnee. Den Kopf gesenkt, um den Schneeflocken auszuweichen, gehe ich vorwärts. Durch die Kreuzgasse gelange ich in die Gerechtigkeitsgasse. Kleine Geschäfte haben mir schon immer besser gefallen als große. Die liebsten sind mir jene, die im Keller sind. Durch die steilen Stufen gelangt man abwärts, gleichsam in eine andere Welt. Vor dem Gerechtigkeitsbrunnen bleibe ich stehen. Ich höre meinem Vater beim Deklamieren zu. Gebäude und Brunnen sind seine liebsten Objekte. Vielleicht weil sie stumm sind.

Ich starre zum blinden Engel hoch, der uns Gerechtigkeit vorgaukeln soll. Nein, falsch. Blind ist er nicht, seine Augen sind bloß verbunden. Das reicht. Außerdem ist er kein Engel und ist eine Sie. Die Gerechtigkeit höchstpersönlich. Die Waagschalen in ihrer linken Hand sind ausgeglichen, das Schwert in der rechten, dem Gleichgewicht zum Trotz, zum Zuschlagen bereit. Das Gesicht, jedenfalls das, was ich davon sehen kann, wirkt grimmig. Ich zeige dir, was Sache ist!

Das kann so nicht funktionieren. Bereits als Kind durchschaute ich das. Die Waage? Okay! Doch das Schwert? Und dazu mit Augenbinde! Wer hat sich diesen Bockmist bloß ausgedacht?

Obwohl es kalt ist, gehe ich an keinem Brunnen vorbei, ohne kurz meine Finger zu netzen, meine Hand über die Oberfläche gleiten zu lassen. Ich kratze ein bisschen Schnee zu einem Ball zusammen, lege ihn vorsichtig auf das Wasser und stupse ihn unter die Röhre. Die Eiszapfen, die aus dem Rohr hängen, glitzern, als wären sie aus einer anderen Welt. Bereits ist der Schneeball verschwunden. Einfach so. Weg. Geschmolzen. Das Gesetz des Stärkeren. Das Gesetz der Natur. Physik. Gerechtigkeit. Bla bla bla.“

aus: „Loch im Eis“, Roman von Sofasophia (und Copyright)


twittern

18. Oktober 2010

Freundin M. hat mir mal wieder einen Brief geschrieben. Ich liebe es, wenn ich den Briefkasten öffne und auf einem Umschlag ihre schöne Handschrift erblicke. Ja, ich kann es kaum erwarten, oben in der Wohnung anzukommen und den Brief zu öffnen. Ganz behutsam. Diesmal flattert mir ein Zeitungsartikel entgegen. Den Brieftext – oder müsste ich sagen den Kartentext? – schrieb M. auf eine witzige Werbekarte mit Kühen drauf. Im Zug, im Flug steht als Absender hinter der Adresse – geschrieben auf der Fahrt zum Flughafen Genf. Doch dies ist eine andere Geschichte.

Ich entknittere die Zeitungsseite sorgfältig, während ich den ersten Löffel Kürbissuppe genieße. Aha, Tagesanzeiger Zürich. Sofort klopft mein kleines Heimwehherzchen schneller. Oben ein Cartoon von EVA, vom Team Jaermann und Schaad. Hach, I love Eva! Unter drunter dann eine Buchbesprechung, eine ganz besondere …

Echt, ich glaube, dieses Buch muss ich mir schenken lassen! Während ich meine wunderbare Suppe löffle, verschlucke ich mich beinahe vor Lachen. Mein Tag ist gerettet!

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Ich zitiere:

Heute Nacht vom Büro geträumt. Weitere sechs Überstunden notiert. @meterhochzwei

«Ich lass die Freundschaft jetzt still & leise auslaufen», sagt die Frau im Tram in ihr Handy. «Aha», schweigen alle zurück. @kumullus

Idee für «Wetten dass»: 50 Leute spielen ihren Handyklingelton vor und ich errate ihren Schulabschluss. @fitness_oli

Apotheke, Dönerladen, Apotheke, Apotheke, Dönerladen, Bestattungsinstitut. Ich fange an, Zusammenhänge zu sehen. @freval

Dein engster Freund ist, wer deinen Browserverlauf löscht, nachdem er dich tot vor dem Rechner gefunden hat. @UntoterOstgote

Die Hälfte seines Lebens scrollt der Mensch vergebens. @bebal

Mein Arzt meint, ich hätte Wahrnehmungsstörungen. Aber ich seh das ein bisschen anders. @freval

Kucken, was die andern aufs Band legen, ist ein bisschen wie Twitter. @kosmar

… ach, lest selber! Das große Gezwitscher – Buchbesprechung im Tagesanzeiger vom 15. Oktober 2010


Tiefe Narben

16. Oktober 2010

Petra Ivanovs fünfter Flint/Cavalli-Krimi hat mich seit gestern Mittag bis tief in die Nacht gebannt. Kaum erwacht, gings weiter mit lesen. Dafür ging nix anderes mehr. Weder Internet noch sonst was interessierte mich mehr. Sogar in die Badewanne kam das 538 Seiten dicke Buch mit. Wozu Erkältungen doch gut sind!

Und jetzt? Jetzt ist es ausgelesen und ich kann endlich wieder Mails lesen, bloggen, putzen, einkaufen und andere ganz normalen Sachen machen.

Eine genial geschriebene, unglaublich spannende und aufwühlende Geschichte um einen ganz normalen Psychopathen, den Duft nach Liebe und die Sehnsucht nach Sühne. Eine Geschichte auch über Misstrauen, Vorurteile und wahre Freundschaft.

Lesen!

für mehr Infos: hier klicken.