Ein letztes Mal

29. März 2011

Es war einmal eine Frau. Eines Morgens, als sie erwachte, war das Zimmer, in dem sie geschlafen hatte, erstaunlich leer. Da waren nur die Futonmatratze mit ihrem Bettzeug und zwei Taschen mit ihr im Zimmer.

Die Wände waren schneeweiß und rochen nach Neuanfang, erzählten zugleich Geschichten aus sechs Jahren Leben. Erzählten erfreuliches, beklemmendes, imtime Details und Absurditäten. Erzählten von den Menschen, die diese Räume besucht hatten und an deren viele Namen sie sich nicht erinnern konnten. Im Gegensatz zu der Frau, die – wie am Ende einer Wanderung angekommen – erst im Rückblick begriff, wie kostbar diese lange Wanderung und die vielen Begegnungen unterwegs gewesen waren. Anstrengend und erfrischend zugleich.

Natürlich erinnerten sich die Wände auch an all die Tränen und Krisen, an all die Tiefpunkte und schier unüberwindbaren Hürden, denen die Frau in den Jahren unter ihrer Obhut gegenübergestanden hatte.
Wir Wände sind neutral. Wir schützen und umgeben, flüstern sie ihr zu, und wir beengen und beschränken.

Ihr seid wie mein Hab und Gut, sagte die Frau. Es macht mich reich und unfrei zugleich. Es gibt mir Geborgenheit und Sicherheit, aber es ist zugleich ein Klotz am Bein.

Das leere Zimmer nickte. Das fühlte sich so an, als schaukle das Bett. Wie ein Boot.

Die Reise geht weiter, sagte die Frau. Ich danke dir, für all das, was du mir warst. Auch für all das, was du mir nicht sein konntest, weil es nicht deine Aufgabe ist, danke ich dir.
Danke fürs Zuhören. Ich wünsche dir und meinem Nachfolger und meiner Nachfolgerin ein ebenso schönes Miteinander wie wir es hatten.

Der laute Nachbar aus dem obersten Stock lärmt durchs Treppenhaus. Halb sieben. Nach ihm könnte sie die Uhr richten. Konnte sie. Imperfekt. Sie wird ihn nie mehr hören. Kein Morgen mehr. Nicht hier.

Sie wird aufstehen, ein letztes Mal, und ihre Sachen packen. Ein letztes Mal frühstücken. Ein letztes Mal Altpapier und Kehricht an den Straßenrand stellen. Danach ihr Auto füllen, bis an den Rand, mit Staubsauger, Kühlbox und Futon.

Heute Abend wird sie sich an einem andern Ort in einer andern Welt in ein anderes Bett legen.


Dazwischenzeitloch

27. März 2011

Fühlt sich gut an. Seltsam auch. Ungewohnt leer. Freundin M. hat nach der letzten Kiste sogar den gröbsten Dreck weggekehrt.
Nun gibt es hier nur noch ein bisschen Küche, Futon und Putzzeug. Reicht zum Leben. Eigentlich.

Wir haben gefrühstückt. Unsere beiden Gäste sind abgereist. Vor mir eine leere Obstkiste als Tisch. Sitzen tun wir auf improvisierten Sackkissen. Freundin B. kommt um zwölf. Dazwischenzeit. Loch. Leere. Fülle. Stille. Sein.

Ein Schwedengefühl, jetzt. Nach dem Frühstück die traditionelle Blogsequenz. Ferienfeeling ein wenig.

Was für eine elende verkappte Materialistin ich doch bin!, sagte ich zu Irgendlink. Gestern spätnachmittags. Siesta vor dem Konzert. Alles im LKW verstaut. So viele Dinge.

Später das Konzert. Hammer war es … Büne und seine Band haben drei Stunden ihr bestes gegeben. Witzig, ernst, tiefgründig, romantisch. Alt, neu, ewig.

Bild: iDogma-Art
aufgenommen mit Hipstamatic, bearbeitet mit PS Express und Pic Grunger, veröffentlicht mit Blogger+.


05:55

24. März 2011

Ich schaue auf meinen Wecker. Nullfüf-füfefüfz. Das gleichnamige Lied von Züri West erklingt. Im Kopf. Melancholische Sentimentaltät. Schlafen dürfte ich noch eine ganze Stunde. Ist ja erst nullfünf-fünfundfünfzig.

Doch ich liege schon seit einer Stunde wach. Drehe mich, wende mich, schiebe Gedanken von West nach Ost wie Vargas‘ Kommissar Adamsberg die Wolken. Und zurück von Ost nach West.

Ich lasse nahe und ferne Erlebnisse Revue passieren. Den gestrigen Abend zum Beispiel. Mein Abschiedsgeschenk fürs X, das Hilfswerk, für das wir arbeiten, sei das gewesen, hatte Kollege M. bei seiner Abschiedsumarmung gemeint. Gut möglich. Fragt sich nur, wer da wem ein Abschiedsgeschenk gemacht hat.

Es steckte unglaublich viel Zeit und Arbeit hinter diesem Event, keine Frage. Und noch mehr Herzblut. Den Bühnenpoeten PL, den Rapper KB und die Sprachkursteilnehmerin TH zusammen auf die Bühne zu holen und sie Geschichten über Sprache, Weisheit und Verständnis erzählen zu lassen ist eins, es dabei aber zu so einem wunderbar witzigen, unterhaltsamen Abend werden zu lassen, das andere. Das es gelungen ist, ist wirklich ein Geschenk. Ein Geschenk auch für mich, denn der Einsatz und die schlaflosen Nächte haben sich offensichtlich gelohnt.

Meine heutige Schlaflosigkeit gilt unter anderem meinem Rückblick auf fast drei Jahre Hilfswerkarbeit. Da ist Dankbarkeit für Gelerntes, für Erfahrungen, Begegnungen und ganz besonders für die Menschen, mit denen ich unterwegs war. Dankbarkeit und Freude. Als mir Kollegin K., die heute an meinem „Letzten“ nicht dabei sein kann, gestern Nachmittag ihr persönliches Abschiedsgeschenk überreichte, musste ich doch tatsächlich fast heulen. Ganz zu schweigen von all den Abschiedsumarmungen und -wünschen gestern Abend nach dem Event.

Mein Rückblick schließt die ganzen letzten sechs Berner Jahre ein. Die Heimat zu verlassen sei ein mutiger Schritt, meinte gestern die Scheffin meines Scheffs zu mir. Hat sie recht? Kann ich meine Heimat wirklich verlassen? Wenn ich sie in mir drin habe, ist sie doch immer dabei. Heimat ist das Schneckenhaus, das wir alle in uns tragen.

Sprache ist überall, heißt es im Manifest der Berner Spoken-Word-Gruppe „Bern ist überall“. Ja, und auch Kommunikation ist überall. Nicht-kommunizieren geht nicht. Wo Sprache ist, ist Heimat. Überall.

Zum Manifest: http://www.beatsterchi.ch/index___id=5751&l=de.html
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Finale

21. März 2011

Ich sitze auf dem Sofa. Trinke Bier. Denke an alles. An nichts. Schaue die leeren, weißen Wände an. Spüre die Unabänderlichkeit.

Erinnerungen ans Wochenende. Letzte Besuche vor dem Umzug. Freundinnen. Freunde. So wird es niemals mehr sein, so, wie es bis jetzt war. Unwiederbringlich vorbei.

Ein weiterer Band meiner Lebensgeschichte geht seinem Ende entgegen. Die letzten Seiten schreibe ich. Heute. Morgen. Übermorgen. Absehbar. Das Finale, mein Happyend in Bern. Und da ist Vorfreude auf das neue Kapitel im Lebensbuch.

Be continued, steht auf der letzten Zeile, à suivre.

Das neue Buch liegt bereit. Bereits sind die ersten Seiten skizziert.

Doch halt, da gibt es ja gar keinen Plot, das ist richtiges, gelebtes Leben.

Ich schreibe mein Drehbuch wohl mit, doch da sind so viele Miteinflüsse, über die ich keine Macht habe. Nicht auf Gefühle, nicht auf Fakten. Aufs Wetter ebenso wenig wie auf Stimmungen anderer, auf Straßenverkehr oder auf Mond- und Sternenkonstellationen. Alles steht ständig zu allem in einem Verhältnis. Sympathikus. Parasympathikus. Wechselwirkungen. Polare Bewegungen. Energie. Gaddafi. Kernspaltung. Vom Kleinen ins Große und zurück. Wieder ins Detail, wo – wie es heißt – der Teufel hockt.

Ich sitze auf dem Sofa. Trinke Bier. Kleine Welt. Müde. Mutig. Machtlos. Menschlich.

Bild: iDogma
Mit Hipstamatic fotografiert, mit Diptic montiert, mit PS Express geschärft und gerahmt.


ewig leben lieber nicht

17. März 2011

Mir Träumen erlauben und sie erfüllen. Wer weiß schon, wie lange ich noch lebe, dachte ich als ich vor zwei Stunden über den Friedhof spazierte. Seit siebeneinhalb Jahren gehe ich hier regelmäßig vorbei. Früher häufiger. Das Grab meines Sohnes – in mitten all der anderen Kindergräber – ist mir ein tröstlicher Ort der Ruhe. Nach einem sehr arbeitsreichen, sehr anstrengenden und auch irgendwie sehr befriedigenden Arbeitstag – der am Nachmittag eine Sitzung mit einer junger Flüchtlingsfrau beinhaltete, die im hintersten Dorf inmitten der sanfthügeligen Landschaft des tiefsten Emmentals wohnt –, gönnte ich mir eine kleine friedhöfliche Auszeit. Morgen bin ich krankgeschrieben. Mein Kreislauf rotiert und kommt kaum mehr zur Ruhe. Wenn ich jetzt nicht die Bremse ziehe, weiß ich auch nicht, wie ich die nächste Woche überleben soll. Das große Event, auf das hin wir seit Monaten arbeiten, wird endlich – am Mittwoch – Wirklichkeit. Und am Tag danach feiere ich meinen Büroabschied. Zwei Tage später laden wir den Umzugswagen. Vier Tage später ist Bern Vergangenheit. Wirklichkeit dies alles? Oder nur ein paar Ideen im Kopf? Wer weiß schon, was morgen ist?

Sich Träume erlauben. Ihre Erfüllung zulassen. Angesichts des Super-GAU in Japan vielleicht die einzige Alternative zu leben, sagte Irgendlink sinngemäß. Gegenwart ist die einzige Wirklichkeit.

Auf dem Friedhof ist ein weiteres Feld erneuert worden. Wie viele Grabkreuze habe ich in den letzten siebeneinhalb Jahren verschwinden sehen? Und wieder sind viele alte Kreuze und Grabsteine entfernt und viele über zwanzig Jahre alte Gräber ausgehoben worden. Nun ist von den Menschen, die einst unter Tränen dort begraben worden sind, nichts mehr da. Selbst die Knochen wurden, gemeinsam mit vielen anderen Knochen, dem endgültigen Zerfall überlassen und werden wieder zu Erde. Nichts ist mehr da. Oder endlich alles. In homöopathischen Dosen. Im Wasser, in der Erde, wie gesagt, und in der Luft. Und in hundert Jahren sind auch meine Knochen Erde, habe auch ich mich aufgelöst. Ganz ohne SuperGAU. Nein, das meine ich nicht zynisch. Ein Fakt. Ein Trost sogar. Irgendwie. Und eine befreiende Erkenntnis

Mit ihr ging es sich auf einmal ganz locker durch die Gräberreihen. Was rackere ich mich auch ab? Eines Tages ist ja eh nichts mehr da. Von mir nicht und von niemandem mehr. Kein Stress mehr und keine Sorgen. Kein Leid und kein Schmerz. Und auch kein Lachen mehr. Kein Garnix. Wozu also sich sorgen?

Da war doch dieser Tage jenes Gespräch über ein möglichst langes Leben?
Nein, ich will nicht möglichst lange leben, aber glücklich!, hatte ich gesagt. Genau. Alle meine Lebensträume drehen sich um ein glückliches und sorgloses Sein. Zufriedenheit. Nicht in Saus und Braus muss ich leben, sondern im Frieden mit mir selbst. Dazu umgeben von Menschen, die ich mag und wo Liebe, Freundschaft und Respekt im Zentrum stehen. Außerdem jederzeit bereit zu gehen. Mir meiner Vergänglichkeit bewusst.

Ein schöner Traum. Idealistin, die ich bin, ewige.

(verfasst am 16.3., abends)


umschichten

16. März 2011

Frühmorgens erwacht. Einschlafen geht nicht mehr. Nein, sich sorgen um die Sorgen des Tages ist müßig. Eigentlich. Doch das Kopfkino-Team kümmert sich nicht um Erkenntnisse von Vernunft und Verstand und vernebelt meinen müden Geist mit Aussagen, die im Tageslicht nicht bestehen können.

Meine größte Sorge ist zurzeit das Missverhältnis zwischen der mir verbleibenden schrumpfenden Zeit hier in Bern und der scheinbar über Nacht sich verdoppelnden Länge meiner Listen. Listige Listen (siehe Artikel vor ein paar Tagen). Schlingpflanzen. Obwohl … Die größte Sorge ist eigentlich, ob ich allem gerecht werden kann, was zu tun ist.

Und eigentlich wollte ich ja über gestern Abend schreiben. Über eine Spurensuche der etwas anderen Art. Mit meinem Lieblingsbruder habe ich auf dessen Dachboden die über zweihundertfünfzig teils mehr als hundert Jahre alten Bücher mit zumeist historischem Inhalt gesichtet. Seit zehn Jahren staubt dieses Erbe unseres Vaters vor sich hin. Zwei Archive haben gemeinsam etwa fünfzig Bücher erbeten, die es nun zu suchen und zu finden galt, damit ich sie ihnen zuschicken kann.

Wir haben geschichtet und gesichtet, uns an unsern Vater erinnert, haben uns Anekdoten erzählt und dabei für ein paar Stunden Alltagssorgen ausgeblendet.

Sorgen? Eben habe ich einem Arbeitskollegen, der heute ein letztes Mal mit mir essen wollte, per Mail abgesagt. Ich brauche eine Mittagspause allein, sonst schaff ich den Tag nicht. Die beiden langen Sitzungen … Ob ich es schaffe?

Hast duuu Sorgen!, schelte ich mich oft in den letzten Tagen. Wann immer ich an Japan denke.


es geht aufwärts

13. März 2011

Es ist die Angst vor dem Aufstieg, die mir zuweilen die Freude am Leben vergällt. Auf einmal wusste ich es. Glasklar. Wenn ich diese Angst überwinden könnte, würde ich meine latenten Ängste vor dem Leben mehr und mehr verlieren.

Wir hatten Z. längst hinter uns gelassen, J. und ich, und radelten Richtung Hornbach. Immer südwärts. Der erste Frühlingstag. Der erste Tag ohne lange Unterhose. Der erste Tag ohne Mütze und Handschuhe … Kilometer um Kilometer fuhren wir vorwärts. Geradeaus. Abwärts. Und wieder geradeaus durch die bald schon in üppigem Grün strahlende Landschaft. Immer südwärts, wie gesagt. Feriengefühle ein bisschen.

So mag ich Radfahren, sagte ich zu Irgendlink. Damals, als der Po noch nicht weh tat. Kleine Steigungen nahmen wir locker. Die Sonne schien, die Vögel pfiffen. Mensch, was willst du mehr?

Die Idee von der Radtour kam von meinem Liebsten. Ich selbst hatte für heute nur ein einziges Anliegen auf dem Herzen. Eine deutsche SIM-Karte samt Vertrag für mein smartes Mobiltelefon wollte ich erstehen, denn bald schon würde ich im deutschen Netz fischen und telefonieren. Ganz zuoberst auf meinen Wochenplan hatte ich vorgestern diese Pendenz gekritzelt, da ich ja endlich mal meine Adressänderung verschicken wollte. Wir würden also einfach auf der Durchfahrt beim Telecom-Laden vorbeifahren und anschließend weiter südwärts radeln. Gesagt, getan.

In Hornbach Boxenstopp. Wasseraustausch. Gedanken ebenfalls.

Erinnerst du dich? Heute Vormittag beim Frühstück hast du vorgeschlagen, wir könnten heute eine größere Tour machen, an die sechzig Kilometer. Mir sei das zu viel, habe ich dir gesagt. Untrainiert wie ich bin, sagte ich zu Irgendlink. Zuweilen überfordern wir Menschen uns gegenseitig mit unseren Ideen, Wünschen, Bedürfnissen, Begrenzungen. Du mich zuweilen mit deinen großen Plänen, ich dich wohl mit meiner Angst vor dem Abenteuer.

Mittelwege gehen … Hm, was meinst du, kann das Gehen von Mittelwegen, kann das Finden von Kompromissen langfristig glücken, ohne das die beiden Menschen, die sie schließen, unglücklich dabei werden? Führt womöglich der einzig wahre Weg der Selbstverwirklichung über den Egoismus?

Manchmal wohl ja, manchmal nein. Gewiss müssen wir manchmal kompromisslos unser Ding tun, doch manchmal müssen wir uns aneinander reiben und dabei gemeinsame Wege finden. Laut denken, sagte ich, verhilft mir zu Klarheit. Ist es ein Zeichen der Reife und der Liebe, fragte ich J., oder ist es ein Zeichen der Resignation, wenn wir uns mit Mittelwegen zufrieden geben?

Ein Thema, das wir ausgiebig diskutierten … Bis zur nächsten Steigung zumindest. Denn die kommt immer irgendwann.

Es ist die Angst vor dem Aufstieg, die mir zuweilen die Freude am Leben vergällt, begriff ich, es ist die Angst vor der Angst. Es ist meine Nichtakzeptanz von Steigungen in meinem Leben. Mein Trotz gewissen Naturgesetzen gegenüber, sozusagen.

Sich anstrengen, sich verausgaben, nach Atem schnappen, das rasende Herz im Hals klopfen zu spüren, während ich eine Steigung nehme, empfinde ich als unangenehm, doch hinterher fühle ich mich gestärkt und bin stolz, es einmal mehr geschafft zu haben und oben angelangt zu sein.

Grenzen sanft weiten wie im Yoga, immer ein klein wenig weiter, ein klein wenig länger aushalten, das mag ich. Aber bitte auch schön sanft im richtigen Leben! Einfach immer schön so, dass ich dabei in meinem eigenen Tempo vorangehen und meiner Angst in meinem Tempo begegnen kann.

Einundvierzig Kilometer und viele Höhenmeter später langen wir um achtzehn Uhr wieder auf dem einsamen Gehöft an. Mein Po ist wund. Meine Beine, meine Füße sind müde und ich bin glücklich. Erschöpft lasse ich mich ins Bett fallen. Und ein klein bisschen mutiger.