Frage des Tages I

18. März 2011

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warum ich nicht blogge

23. Februar 2011

iDogma pur: aufgenommen mit ProCamera, bearbeitet mit PS Express und gepostet mit Blogger+

Und jetzt gehts weiter mit packen … Der Countdown läuft, noch zweiunddreißig Tage in Bern …


Neue Wörter braucht das Land

17. Februar 2011

Die besten Dinge passieren nebenbei, absichtslos, unauffällig … Die besten Ideen kommen, wenn wir nicht denken, wenn wir nicht grübeln. Auf einmal sind sie da. Ganz logisch passen sie in den Zusammenhang. Serendipität, ihr wisst schon.

Möglich, dass auch die Linkschreibung, ursprünglich als Wortspiel „passiert“, so eine Sache ist … Die Rechtschreibung mit ihren vielen Regeln ist gut und recht. Doch zugegeben ziemlich stur, unkreativ und beschränkt. Was wir wirklich brauchen, ist Raum. Raum für Ideen, für Gedankenspiele, für Höhenflüge, für Tiefschürfungen … Jedes Ding auf dieser Erde definiert sich über sein Gegenüber, über einen Gegenpol. Auch machen Kontraste ja das Leben erst farbig.

Doch was soll denn der Gegenpol zur Rechtschreibung und ihren Regeln sein? Eine Sprache ohne Regeln? Ja. Das heißt, nein, denn auch die Linkschreibung braucht möglicherweise ein paar Leitplanken. Ohne jedoch durch deren Festlegung elitär werden zu wollen.Leitplanken, die es erst noch zu definieren, zu ergänzen und mit Leben und neuen Wörtern zu erfüllen gilt. Und auszuweiten. Denn Raum braucht Weite. Neue Wörter braucht das Land. Oder bestehende Wörter – in neuen Kontexten. Oder oder oder …

Ich freue mich auf eure Inputs, Verlinkungen, Inspirationen …

Erste Leitplanken der neuen deutschen Linkschreibung sind:

1.) politisch unkorrekte Sprachanwendung
2.) anarchistische Anti-Regeln
3.) intuitive Un- und Umregeln
4.) neue Wortkreationen
5.) sinnleere Wörter
6.) sub- und adversive Sprachneuschöpfungen
7.) rot-grün klingende Wortmelodien
8.) mehrwortige Begrifflichkeiten
9.) Vergegenteilungen/Verwandlungen/Erweiterungen einzelner Wortteile
10.) …

Beispiele (in Klammer die Nummer der Leitplanke):

Weiber (1) (nur von echten Weibern anwendbar)
ManöverInnen und -außen (2) (by sofasophia)
Hailait, pl. Hailaiz (für Highlight/s) (3) (by sofasophia)
Liebstöckelschuhe (4) (by irgendlink)
fremdstören (4) (by irgendlink)
Brummland (5) (by irgendlink)
Lachland (5) (by sofasophia)
Rechthabmensch (6) (by irgendlink)
Linkloslasstier (6) (by sofasophia)
Langzeitherrscher in der Schlucht des Vergessens (8) (by irgendlink)
anderverständlich (9) ( > selbstverständlich) (by irgendlink)
Sinrad (9) ( > Konrad) (by irgendlink)
Ichden (10) ( > Duden) (by irgendlink)
Sieden (10) ( > Duden) (by irgendlink)
zurechtschlimmen (10) (by sofasophia)

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Gerade noch rechtzeitig vor dem historischen Moment des Publizierens dieses Artikels kommt per irgendlinkscher Mail der Titel unseres neuen Buchprojekts rein:

SIEDEN – neue deutsche Linkschreibung (Assoziationen, äh, Dissoziationen zum Standardwerk, äh, Sitzdardwerk der deutschen Sprache).
2. Erweiterte Auflage mit iPhone Fipptehler Standards


Das Ding mit dem Glück

12. Januar 2011

Mach mit, wenn du willst. Und du auch.
Und du natürlich erst recht …

Glücklich und zufrieden bin ich …

– wenn ich am Morgen genau das richtige Musikstück zu hören bekomme, sobald ich die mp3-Kopfhörer ins Ohr stöpsle und fröhlich pfeifend statt morgenmufflig zur Arbeit radle.

– wenn ich es schaffe, gut gelaunt eine unglaublich anstrengende Arbeit, die meine ganze Konzentration erfordert, abzuschliessen.

– wenn Kollegin J., die erst seit gestern vom Urlaub zurück ist, sich nach J.s Jakobswegfinale erkundigt und sich über seinen Bilderlink, den ich ihr schicke, riesig freut, weil ihr die Bilder erlauben, in ihren eigenen Jakobswegerinnerungen zu schwelgen.

– wenn ich während der Arbeit einen Skypechat meines Liebsten erhalte, der mich laut losprusten lässt und mir ein anhaltendes Grinsen ins Gesicht zaubert.

– wenn ich nach der Mittagspause ins Büro komme und auf meine Tisch eine Schachtel Trüffel finde. Daran ein Post-it vom Scheff, der sich dafür bedankt, dass ich das Adressupdate erfolgreich abgeschlossen habe.

– wenn ich an einer Sitzung mit meinen Ideen zu einer guten Lösung beitragen kann.

– wenn ich nach einer intensiven Sitzung mit einer Arbeitskollegin ein gutes persönliches Gespräch führen kann, ohne ein schlechtes Gewissen wegen der vielen Arbeit zu haben.

– wenn ich gelassen bleiben kann, obwohl ich viel zu tun habe.

– wenn ich am Feierabend ein gutes Buch auf mich wartend vorfinde.

– wenn ich etwas kreieren, schreiben, malen kann, das aus mir herauspurzeln will.

– wenn ich meine Blogstatistik ignorieren kann und einfach um des Schreibens willens schreibe.

– wenn ich ans nächste Wochenende denke. An J., ans Fest in der Alpensauna samt HotPot, an meine Freunde und Freundinnen, die ich dabei sehen werde.

– …

– …

Und du? Was macht dich glücklich?


und dies noch …

3. Januar 2011

Die Bloggosphähre hat Nachwuchs bekommen, denn meine liebe Freundin U. alias Li Ssi hat vor ein paar Wochen ihr virtuelles Café eröffnet, das Café WeltenAll

Heute hier und jetzt bei ihr einen meiner Lieblingstexte von Beuys wiedergefunden und mich riesig darüber gefreut …

„Lass Dich fallen.

Lerne Schlangen zu beobachten.

Pflanze unmögliche Gärten (…)“

Joseph Beuys

Be crazy!!!


besser

17. November 2010

Wie du dich als besserer Mensch fühlen kannst? Du sagst einfach zu deinen Mitmenschen: Ich lasse dir den Vortritt!

Das fühlt sich gut an!, sagst du. Grad so, als seiest du eine besserer Mensch.

Und ich? Ich gebe sie dir gerne, diese Gelegenheiten. Zum einen, mir den Vortritt zu lassen und zum anderen, dich danach als besserer Mensch fühlen zu können. So fühle ich mich auch gleich besser. Als besserer Mensch sozusagen. Und das nur, weil ich dir die Gelegenheit gab, mir Gutes zu tun, indem ich auf das Privileg, dir den Vortritt zu lassen, verzichtet habe. Hach, wie schön es doch ist, sich gemeinsam als bessere Menschen zu fühlen.


ziemlich farbig

28. September 2010

Noch bin ich nicht ganz in meinem Berner Alltag gelandet. Noch klingen die vielen Begegnungen vom Wochenende nach …

Zum einen war da das zweite Wochenende der Ausstellung von Irgendlinks Zwb-Andorra-Reisen aus den Jahren 2000 und 2010. Zeitgleich fand eine ColArt-Malaktion von und mit dem Begründer MK statt … Gleichsam ein Puzzlestück auf dem Weg der Renaissance dieser vergessenen Kunstrichtung.

Viele Gespräche mit Bekannten und Unbekannten in Irgendlinks großem Atelier. Da und dort werden Weisheiten ausgetauscht, wie die Welt, die Kunst, das Leben auch noch betrachtet werden kann. Die Kunstmalerin MB meinte:
„Auf der einen Seite gibt es da ein paar Dinge, die ich sehr gut kann*. Und auf die bin ich irgendwie stolz … Doch hochmütig kann ich dabei nicht werden, denn mir fallen immer rechtzeitig jene Dinge ein, die ich nicht gut kann. So bleibe ich auf dem Boden. Wenn ich jedoch etwas tue, was mir nicht so liegt, erinnere ich mich an jene Dinge, dich ich gut kann. Auch so bleibe ich auf dem Boden.“

Wie da die Gespräche zwischen Kunstschaffenden hin und her fließen, fasziniert es mich von Neuem, wie wir Menschen ticken. Alle buhlen wir. Alle stellen wir uns selbst dar. Alle sind wir die Weber und Künstlerinnen unserer eigenen Lebensfäden und versuchen, das bis hierher Erlebte, Erfahrene, Erlittene, Erreichte zu schönen, aufzuwerten, zu nutzen und auf unseren Wert hinzuweisen. Verblüffend, wie ähnlich wir uns alle da sind. Ob bekannt oder NoName – wir alle tun es!

Und wir alle sind nur ein kleines Stück im Ganzen. Ein bunter Fleck auf der Leinwand, die Welt heißt. Wir alle tragen durch unseren Beitrag ein bisschen zum großen Bild bei. Ein Bild, von dem wir noch keine Ahnung haben, wie es aussehen wird, wenn es vollendet sein wird.

Das ColArt-Bild vom Sonntag:

Am Abend – nach zwei satten Ausstellungs- und Aktionstagen – besuchen MK, J. und ich einen Künstler in dessen Werkstatt. Wo nebenbei dieses Bild hier entsteht …

Irgendlink betrachtet die Welt durch die Brille eines Außerirdischen … Was er dabei erkannt hat, hat er niemandem verraten.

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*Anmerkung der Blogschreiberin: Malen, Dichten und Unterrichten zum Beispiel …