Verloren

„Wo haben wir eigentlich die Kühltasche?“, frage ich J. Es ist neun Uhr abends und wir brettern auf der Autobahn Richtung Norden. Endlich waren die Gäste gegangen und kurz vor sieben hatten wir losfahren können.

Wäre ich doch bloß nicht so müde! Diese Antibiotika gegen meine Borreliose machen saumüde! Zum Glück vertrage ich sie, mit Jogurt zusammen, gut. Womit wir wieder bei der Kühltasche wären. Boxenstopp an einer lauschigen Parkbucht – lauschig in der Tat, denn Verkehr hat es kaum. Kofferraum auf. Suchen, wühlen, grübeln. Nein, sie ist nicht da, die Tasche! J.s Eltern auf dem einsamen Gehöft können sich freuen: Käse und Fruchtsäfte in Hülle und Fülle! Statt Jogurt teste ich drum Dörrfeigen als Medi-Beilage – siehe da: es funktioniert! Wie zwei Hanse im Glück grinsen wir über unsern Verlust.

Wie sagte doch Kerouac so schön? Finde dich mit Verlusten ab – und zwar endgültig. Dazu kreiere ich das 478. Sofasophie’sche Gesetz analog jenem, daß es Glück bringt, wenn bei einem Umzug etwas kaputt geht. Mein Dings geht so, hört hin: Es bringt Glück für die Reise, wenn man-frau etwas vergißt.

Na denn: Auf eine glückliche Reise!

(Lieben Dank an die Glückwünscherinnen!)

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One Response to Verloren

  1. […] Und ein paar Bilder und die ganzen Texte gibts noch immer im Netz (siehe mein Bilderblog, mein Uraltblog und Irgendlinks Blog (zur […]

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