DenkMal

31. Juli 2010

Ganze 18 Grad warm ist die Aare … herrlich erfrischend! In der Nähe meines Badeplatzes dies gefunden:

Vorhin als Janaloop meinen ersten Everytrail-Trip veröffentlicht > Guckt hier!


Sonne über Bern

30. Juli 2010

Die innere Schweinehündin überwinden und zwischen zwei Arbeitsphasen am neuen Artikel joggen gehen. Das erste Mal seit über einem Monat. Erstaunlich wie schnell mein Körper seinen Rhythmus wiederfindet!


Augenblicke

29. Juli 2010

Røros (Norwegen)

Borensberg (Schweden)

Borensberg (Schweden)


Himmelskunst

27. Juli 2010

Der skandinavische Himmel, der ÜberallHimmel sowieso, ist immer wieder für eine Überraschung gut …


Schütteln

26. Juli 2010

Ein bisschen wie Sand, den wir als Kinder durchs Sieb schüttelten und aus welchem wir die Steine aussortierten, kommt mir vor, was auf meinem Tisch liegt. Ein Haufen feiner Kleinigkeiten. Erinnerungen von der Reise. Schöne Verpackungen. Steine mit speziellen Formen. Karten. Prospekte. Quittungen.

Die vielen Bilder haben wir uns ein erstes Mal am Samstagabend angeschaut. Nicht alle. Es sind sehrsehr viele. Zwei iPhones und zwei Kameras. Und drei Wochen Zeit zum Staunen. Nein, ich mag jetzt nicht rechnen, weder Bilder zählen noch Gigabytes berechnen. Bin zu müde. Habe heute hundertzwanzig Mails gelesen. Meine und die vom Scheff. Und auch sonst viel gemacht. Unter anderem habe ich – aber bitte nicht weitersagen! – während der Arbeit auf Guuggl Mäps diese Streckenbilder hier gezeichnet …

Beim Draufklicken findet ihr die Strecke detailliert im Original … Herzlichen Dank an die Guuggl-Family!

Gestern Morgen, noch auf dem Einsamen Gehöft in der Pfalz, einmal mehr begriffen, dass es immer viel mehr ungeschriebene Texte geben wird als geschriebene.

„Über dies, über das müsstest du mal schreiben!“, sagen wir oft. „Das wäre ein tolles Thema für eine Geschichte.“
Oder: „Jene Idee liesse sich in einem Blogartikel einweben.“

Ob Blumen schöner blühen, wenn ihnen jemand dabei zusieht?
Ob Blumen schöner blühen, wenn ihnen niemand dabei zusieht?


Leben ohne Reissverschlüsse

24. Juli 2010

Am Ewigen Birnbaum vorbei lasse ich das Auto ausrollen. Eine letzte Kurve noch, schließlich das einsame Gehöft. Wir sind wieder da.

Na ja, DA waren wir ja immer, aber nicht hierda, sondern dortda. Dada. Jaja …

Auspacken. Ankommen.

Später, im Bett, die Erkenntnis das die Zeit der Reissverschlüsse zu Ende ist. Endlich wieder ohne Reissverschluss vor Mücken und Regen sicher sein und ohne Reissverschluss den Liebsten strubbeln können. Und ohne Reissverschluss nachts pinkeln gehen – wie schön.

Nein, ich klage nicht. Ich habe nichts gegen Reissverschlüsse. Ihnen verdanke ich immerhin, dass ich nicht tausend, sondern nur hundertsieben Mückenstiche abbekommen habe. Und dass ich nachts nicht gefroren habe im warmen, reissverschlossenen Schlafsack, oben am Polarkreis. Dennoch ist es schön, in einem „richtigen Bett“ zu schlafen. Und auf ein richtiges Klo zu gehen (und auf einer richtigen Tastatur zu schreiben ebenfalls!).

Wir schauen zurück, beim Frühstück, rechnen ein paar Zahlen hoch. Ein Glas Honig haben wir vertilgt und einen halben Liter Olivenöl. Benzin auch einiges bei knapp sieben Litern auf hundert Kilometer. Wie viele Meter Klopapier ich wohl in der schwedischen und norwegischen Pampa hinterlassen habe, wenn meilenweit kein Klo zu sehen war? Und wie viele Buchstaben ich wohl bereits in die iFon-Tastatur geklickt und wie viele Liter Wasser ich unterwegs getrunken habe?

Zahlen – sie sagen nichts aus über die Qualität verlebter Zeit. Sie sagen nichts aus über jene Momente des Glücks, wenn ich in einem See, rücklings im Wasser liegend, die Wolken bestaunte und die Weite des Himmels mich berührte und mich selbst weitete. Zahlen sagen nichts aus über das Gefühl, das mich auf jener windigen Passhöhe erfüllt hat …

Weite. Wenn ich diese Reise in ein einziges Wort packen müsste, wäre es wohl dieses. Innen und außen. Nicht in Zahlen messbar. Weit.

Wieder da. Bin ich. Hier.


Punktlandung

23. Juli 2010

„Jetzt müssen wir wieder aufpassen, was wir sagen!“, flüstere ich J. zu. Wir grinsen. Deutschland hat uns wieder. Die Zeiten, wo wir über unsere Zeltplatznachbarschaft lästern oder uns über sie Geschichten ausdenken konnten, sind vorbei. Hier, auf Behringens Camping in der Lüneburger Heide, ist dies allerdings auch nicht nötig. Neben uns wohnt ein gut deutschsprechendes pensioniertes norwegisches Paar, das von Italien her nach Hause fährt. Großzügige Menschen, die uns venezianische Tomätchen und Kaffee schenken.

Wie wir hier gelandet sind? Eben noch hatten wir auf der Autobahn dahinbrausend darüber geredet, die Nacht durchzufahren, weil es grad so gut lief, da hatte J. bei einer kleinen Rast auf seinem iFon gesehen, dass in der Nähe zwei Geocaches liegen. Nix wie hin. Weg von der Autobahn.

„Da rechts rein,“ lotste mich mein Liebster, den Blick auf die Karte auf dem Display seines digitalen Vielfunktionsgeräts.

„Da?“, frage ich. Wir stehen an der Pforte eines hübschen Campingplatzes. Das Schicksal mal wieder! Nix da mit die Nacht durchfahren. Wir checkten ein, bestellten Brötchen, bauten das letzte Mal unser Zelt auf …

Am nahen See finden wir später, trotz Dämmerung, zwei Caches. Das muss einfach sein. Immerhin verdanken wir es ihnen, dass wir heute Morgen gut ausgeschlafen vor dem Zelt mit den norwegischen Nachbarn plaudern können. Und frische Brötchen essen.

Noch knapp sechshundert Kilometer gilt es zu fahren. Ein kleiner Hüpfer im Vergleich zu den rund siebentausend, die wir in den letzten neunzehn Tagen gefahren sind. Zeit, um sich innerlich auf die Rückkehr in den Alltagsalltag einzustellen.

Bilder gibt’s heute keine, ich blogge mit Irgendlink Telefon, da er kostenlos ins Netz kann.

Heute bin übrigens ich dran. Mit den E meine ich. Bin ja gespannt wie J. da schafft. Von wegen abschreiben und so. (siehe seinen Artikel „auf dem Fischkutter der Erinnerung“ neulich).

Ach, noch was: Bloggen im Ausland ist nicht gratis. Ein Artikel kostet um die zwei Franken. Mit Bild. Meine Telefonrechnung versteigere ich liebend gerne. Angebote bitte an mich.

Na ja, andere kaufen sich dafür eine Tageszeitung und lesen diese, während wir zwei Verrückten schreiben … 🙂