… im Rückspiegel – Teil 2

31. Mai 2010

Teil 2
Montag, 17.5. – Donnerstag, 20.5.10

Guten Morgen …

Frühstücken vor dem Zelt. Unser tägliches Ritual.

Empúries: im römisch-griechischen Museum

… und danach …

Auf dem Camping in San Pere Pescador, kurz vor der Abfahrt nach Cadaquès.

… nach einem wunderbaren Strandspaziergang in Roses. Unterwegs nach Cadaquès.

Abendspaziergang durch Cadaquès. Pause auf dem Schiffsteg.

In El Port de la Selva: Nach einem feinen Essen suchen wir nach einem Briefkasten für unsere Postkarten.

Weiterfahrt durch Portbou nach Argelès-sur-Mer. Portbou ver- und bezaubert uns.

Am Donnerstag Ausflug nach St. Nazaire …
Siesta im Park, wo wir uns auf der Bank „verewigen“.
Und am riesigen Kritzelbaum … 🙂

Beim Étang de St. Nazaire.

ungefähre Reiseroute auf Google Maps

(Fortsetzung folgt)



… im Rückspiegel – Teil 1

28. Mai 2010

Teil 1
Donnerstag, 13.5. – Sonntag, 16.5.10

Während ich meine Bilder, die ein paar wunderbare Tage im Süden dokumentieren, auf dem Bildschirm durchblättere und bearbeite, verebbt mein Blues allmählich.

Die letzten Tage waren ein wahres Wechselbad der Gefühle. Aus dem sonnigen Süden direkt ins Büro gespült zu werden, wo mich Berge von Arbeit schon am zweiten Tag glauben lassen, seit meinen Ferien seien bereits Jahren vergangen, ist nicht schön. Gar nicht schön. Reizüberflutung, Kopfweh und, wie gesagt, Blues …
Trotz erfrischendem Bad im Gerzensee mit meinem Liebsten am Dienstagabend.

Jetzt, an J.s Küchentisch sitzend und Bilder betrachtend, kehrt allmählich die Sonne zurück ins Herz. Vielleicht auch in das meiner BlogbesucherInnen?

(Anklicken vergrößert die Bilder).

Am zweiten Tag nach einer kurzen Nacht im Auto. Frühmorgens auf meiner Weiterreise in den Süden.

Bei Millau: Blick auf die höchste Brücke der Welt.

Mindestens so schön wie die Brücke …

Endlich da. Borredà: Unser romantisches Hotel für die ersten beiden Nächte …

Tagesausflug in den Pyrenäen: La Pobla de Lillet.

Unterwegs im Dorf.

In den Jardines Artigas von Gaudì in La Pobla de Lillet: Mein Lieblinkskünstler in Aktion.

Zurück im Dorf …

Fortsetzung des Tagesausfluges …

Unterwegs an die Costa Brava. Irgendwo …

Gleich hinter unserem Camping in San Pere Pescador. Windig, aber wunderschön.

ungefähre Reiseroute auf Google Maps

(Fortsetzung folgt)


ohne Worte

28. Mai 2010

… leben sie heute noch.

24. Mai 2010

Tja, und da ist sie wieder, Sofasophia. Braungebrannt die Arme und Beine, voller Bilder die Kamera und das Herz übersprudelnd von Erlebnissen. Wie seltsam, nach so vielen Tagen ständig an der frischen Luft, im Zelt oder im Auto nun wieder in (m)einer Wohnung zu sein, an einem Tisch zu sitzen und in die Tasten zu hauen, während der Rechner grad meine Bilder auf eine DVD für Irgendlink rüberschiebt.

So viele Bilder! So viele Geschichten …
Mein Notizbuch ist voller Kritzeleien …

– Die Angst vor einer langen Reise ganz allein im Auto? Sie verfliegt, wenn du den ersten Schritt tust. Die große Strecke in kleine Stücke runterbrechen hilft … Reisen ist leben, wie ich schon früher sagte. Und umgekehrt.

– Die Frauen an den Straßen ringsum Narbonne … Wie leid sie mir tun … Der Wind braust ihnen um die Ohren. In kurzen Röcken bieten sie ihre ungeschützte Körper feil.

– Perpignan-Borredà: die längsten hundert Kilometer Luftlinie, die ich je gefahren bin. Vor allem, weil der Liebste dort wartet!

– Der Dumme und der Weise haben eins gemeinsam: Beide haben aufgehört, nach Antworten zu suchen.

–  Hausbau in den Pyrenäen: Zuerst wird ein mindestens dreistöckiges Gerüst gebaut. Hausbau bei uns: das Gerüst wächst kontinuierlich mit der Höhe des bereits gebauten Hauses. VisionärInnen versus PragmatikerInnen – so verschieden kann gelebt und gebaut und gedacht werden.

–  In Cadaquès campieren wir so teuer wie nirgends. Und dies im größten Katzenklo der Welt. Aber Katzenfüttern können wir doch nicht lassen.

– Warum Lachmöwen Lachmöwen heißen, werde ich nie mehr vergessen. Und dass sie Frühaufsteherinnen sind ebenfalls nicht. Auch nicht, dass sie Abfallbeutel mögen. Oder war es der Tramontana, dieser bissige Nordwestwind? In Argèles-sur-Mer staunte ich jedenfalls nicht schlecht, als morgens sämtliche Abfälle ums Zelt verstreut lagen. Wie wohl unsere Zeltplatznachbarn mit den fliegenden Tampons klargekommen sind?

– Spanien ist das Land der Fülle. Zumindest in Bezug auf Gratisklopapier auf allen Campings (außer natürlich auf jenem von Cadaquès). In Frankreich wird das weiße Zöix schon bald einmal zur begehrten Mangelware!

– Uzès: Was für ein weiteres Bijou! Immer wieder werden wir an die Ufer kleiner Orte gespült, die wir mit den Kameras lustvoll erforschen. Wie viel schöner doch diese Kleinode sind, fernab der Touristenströme. Schöner als die großen Städte. Als da wären Montgo, wo wir im Meer badeten, El Port de la Selva, Portbou, Peyriac-de-Mer, St. Nazaire, Sommières …

– Nicht zu vergessen all die vielen Begegnungen mit Menschen: Der Schotte am Strand, der mich Swiss Gnom nennt und Irgendlink bittet, sein Auto zu knacken. Der Bulgare, der uns Geld abkaufen will und als Pfand seinen falschen Klunker anbietet. Der desillusionierte T-Shirtverkäufer in Uzès, der Homme-Libre-Shirts feilhält … all die Menschen in ihren Aluschutzbunkern auf vier Rädern, die mit uns die Campingplätze bevölkern …

Früher glaubte ich, dass das Leben, wenn mensch jung ist, unglaublich bunt und intensiv ist. Doch damals, so erkenne ich heute, war meine Farbpalette viel bescheidener. Heute, so dünkt es mich, bin ich allmählich in der Lage, mehrschichtig-bunt zu sehen, zu erleben. Auch meine Liebesfähigkeit ist bunter, vielschichtiger geworden. Wie schön. Da darf sich frau doch irgendwie aufs Älterwerden freuen!

ungefähre Reiseroute auf Google Maps

Bilder folgen später mal …


buen viaje

12. Mai 2010

Notizzettel

bloggen …
– dass ich endlich Ferien habe …
– dass ich nach Spanien fahren, dort J. treffen und mit ihm das Meer genießen werde … Insch’allah.
– dass ich heute (allenfalls vielleicht morgen) für ne Weile das letzte Mal blogge …
– dass ich unglaublich schlapp bin …
– dass ich vergessen habe, was ich noch alles schreiben wollte und vor allem, wie ich das ganze hatte verpacken wollte …

Die Worte taumeln herum und lassen sich kaum fassen. Müde, so müde bin ich …

An solchen Tagen vielleicht besser nicht bloggen!, denke ich.
Hm. Kann ich nicht machen, kontere ich. Nicht, wenn es das letzte Mal für zehn oder elf Tage ist. Will doch tschüss sagen …
Warum …?
, frage ich mich. Warum nicht einfach mal nichts schreiben!

Nichts

Ruhe

Innere Ruhe
… was immer das ist …

Die Karten liegen bereit. Gepackt ist noch nicht. Da und dort liegen ein paar Sachen rum, die mit sollen. Materie. Wo ich bloß den Schlafsack habe?
In mir drin wächst die Idee, wie sich die Reise anfühlen soll. Ich will vorwiegend auf Hauptstraßen fahren. Mautstraßen meiden, nicht nur wegen der Kosten, nein, weil ich genug Zeit habe. Viel Zeit.
J. wird erst ungefähr am Samstag am Meer sein. Außerdem brauche ich grad viel Zeit. für mich. Zeit zum Abschalten. Entschleunigung. 100km/h statt 130. Oder noch weniger. Anhalten. Pause machen. Sein. Mich südwärts treiben lassen. Die Strecke genießen. Das will ich. Keine Weg und Ziel-Sprüche, nein. Der Weg ist der Weg. Und das Ziel ist das Ziel. Basta. Und jedes Ziel ist immer nur Zwischenziel. Von dort geht es weiter. Immer. Irgendwie.

Wohin werden wir von Tag zu Tag entscheiden. Vor der Reise ist nach der Reise ist vor der Reise … Jetzt zum Beispiel.
Wie im richtigen Leben …


Perpetuum mobile

12. Mai 2010

Perpetuum mobiles gibt es
nicht, sagst du. Doch, sogar
zwei, sag ich, die unterschiedlicher nicht
sein könnten.

Liebe heißt die eine. Sich
selbst erneuernd, bewegt
sie sich immer-
während weiter und weiter
und weiter. Hass ist der
Name der zweiten. Kehr-
seite der andern.
Endlos wie die Zahl
acht, der doppelte
Kreis, der Brunnen. Sie
leeren sich aus, füllen
sich selbst und nähren sich
ständig neu … wieder und
wieder und wieder.

Gut oder schlecht kümmert
weder Liebe noch Hass.


Kontraste

11. Mai 2010

Es braucht sie, diese starken Kontraste. Es braucht Zeiten unfassbarer Freiheit, grenzenlos scheinender Zeit und unbeschreiblichen Glücks, um Schweres, Anstrengungen, Banalitäten und den häufig grauen Alltag ertragen zu können. Die Schnittstellen dazwischen sind oft unerträglich.

Und lebensgefährlich …

… ein paar Kontraste

Last but not least ein Kontrast der Marke „Was wäre, wenn du Alzheimer hättest?“ (beantwortet von  J.) …